Sa 8 Aug 2009
Blutegel und Maden können bei Neurodermitis eine äußerst heilende Wirkung entfalten, das Behandlungsverfahren wird bereits seit dem Mittelalter angewendet. Verwendet wird zumeist ein medizinischer Blutegel namens Hirudo medicinalis, welcher venöse Stauungen absaugen und umliegendes Gewebe erneuern kann. Der Blutegel beißt sich stets an einer Wunde fest und saugt dort Blut ab.
Blutegel und Maden rufen zwei Effekte hervor, in erster Linie sondern diese den Stoff Hirudin ab, welcher Gerinnungen hemmt und den Lymphstrom beschleunigt. Durch das Absaugen des Blutes wird die Wunde zudem gereinigt und entgiftet, Krämpfe werden aufgelöst und Entzündungen gehemmt. Bei Neurodermitis werden die Symptome der Krankheit gemildert, die Haut beruhigt sich zunehmend. Nach dem Biss des Blutegels verspürt der Patient in der Regel einen feinen Schmerz, welcher von rhythmischen Saugbewegungen begleitet wird.
Je nach Größe und Hunger des Blutegels beträgt die Saugzeit zwischen 30 Minuten und drei Stunden. Nach dem Vollsaugen mit Blut lösen sich die Made oder der Blutegel von selber ab. Blutegel sind in der freien Natur sehr selten, für medizinische Verwendungen werden diese in speziellen Teichen gezüchtet.
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